23.05.2025
Holzernte im Wald
Die Holzernte im Wald ist ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Waldbewirtschaftung. Regelmässige Verjüngung ist unerlässlich, denn junge Bäume binden mehr CO2 und tragen so aktiv zum Klimaschutz bei. Alte Bäume können zur Gefahr werden, zum Beispiel wenn bei einem Unwetter Äste abbrechen oder umstützen.
Um diese Risiken zu minimieren und die Gesundheit des Waldes zu fördern, ist regelmässige Pflege des Baumbestandes nötig. Das Holz wird im Wald getrocknet, was die Effizienz und Qualität bei der Holzverarbeitung verbessert.
Vom Wald zur Sägerei - die Weiterverarbeitung
Manche Bäume sind krumm und knorrig, andere wie mit dem Lineal gezeichnet. die geraden Stämme werden in die Sägereien transportiert, aus den krummen Stämmen und Ästen werden "Schiitli", also Stückholz und Holzschnitzel produziert.
In den Sägereien werden die Stämme zu Brettern und Balken gesägt. Aus diesen werden zum Beispiel Möbel und ganze Häuser gebaut. Bei der Verarbeitung entstehen Sägemehl und Hobelspäne, beides zusammen nennt man Restholz.
Für die Pelletproduktion werden keine Bäume gefällt. Stattdessen entstehen Pellets besonders umweltfreundlich aus dem Restholz das bei der Verarbeitung in der Holzindustrie anfällt.
Vom Restholz zu Pellets
Das Restholz welches in den Sägereien anfällt, wird in der Hammermühle auf die richtige Grösse zerkleinert. Das Material wird in der Schweiz in den meisten Fällen mit erneuerbarer Energie getrocknet.
Anschliessend wird das Material vorbereitet: Der Wasseranteil muss genau stimmen und oft wird ein wenig Stärke beigefügt. In der Presse wird dann das Material unter hohem Druck durch die Matrize in die typische Pelletform gepresst. Die dabei entstehende Wärme löst das holzeigene Lignin, welches das Pellet in der Zylinderform zusammenhält. Dank der Stärke kommt es an den Maschinen zu weniger Abnutzung.
Auf dem Weg ins Lager kühlen die Pellets ab und die Feinanteile werden abgesiebt. So wird sichergestellt, dass die Pellets den Anforderungen der Qualitätsklasse A1 entsprechen.
Die fertigen Pellets werden in einem Silo zwischengelagert, bis sie mit dem Silofahrzeug zum Kunden gebracht werden.
Das Pellet - ein normiertes Produkt
Damit ein Pellet ein Holzpellet ist, müssen die Grenzwerte der Pellets-Norm erfüllt sein. In dieser Norm gibt es Grenzwerte für die Qualitätsklassen A1, A2 und B. In der Schweiz werden fast ausschliesslich A1-Pellets produziert. Für A1 ist zum Beispiel festgehalten, dass die Pellets zwischen 3.15mm und 40mm lang sein müssen, dass der Wassergehalt maximal 10% betragen darf und dass der Heizwert mindestens 4.6kWh/kg betragen muss.
Auch die Luftreinhalteverordnung des Bundes nimmt Bezug auf diese Norm. In ihr ist festgelegt, dass ausschliesslich Holzpellets der Qualitätsklasse A1 und A2 in die Schweiz importiert oder hier in Umlauf gebracht werden dürfen.
Wer garantiert nun, dass die Qualität eingehalten wird?
Die meisten hier produzierten Pellets sind ENplus®-zertifiziert. ENplus ist das weltweit führende Zertifizierungssystem für Holzpellets. Es garantiert, dass die hohen Anforderungen an die Qualität vom Beginn der Produktion bis zur Lieferung zu Ihnen nach Hause eingehalten werden. Mit ENplus®-zertifizierten Pellets können Sie sicher sein, dass Sie einen qualitativ hochstehenden Brennstoff erhalten.
Und woher kommt das Holz , aus dem die Pellets sind?
Während ENplus® für Qualität steht, wird der Ursprung des Holzes mit anderen Labels gekennzeichnet. Einige Produzenten sind mit “Schweizer Holz” (Label Schweizer Holz) zertifiziert, dieses Label garantiert, dass nur Holz aus der Schweiz verarbeitet wird. Andere Produzenten sind FSC-zertifiziert , damit wird garantiert, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.
Pellets-Transport per Silolastwagen
Im Lager warten die Pellets darauf, den Weg zu Ihrem Zuhause anzutreten. Die Pellets werden in den Silolastwagen eingefüllt, meistens so viele, dass es für mehrere Haushalte reicht.
Vor der Befüllung prüft der Chauffeur, ob das Lager den Anforderungen entspricht und wie viel Platz ungefähr frei ist. Dann wird der Befüllschlauch verlegt und das Absauggebläse installiert, welches einen Unterdruck im Lager erzeugt und allen Staub absaugt. Die Pellets werden mit Druckluft ins Lager geblasen. Der Chauffeur reguliert Luftdruck und Pelletsmenge so, dass die Pellets möglichst sanft ins Lager gelangen. Bei zu viel Druck gehen die Pellets kaputt und es entsteht viel Feinanteil. Eine Lieferung von 3 Tonnen Pellets dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten.
Damit die Pellets ihre volle Heizkraft behalten, muss das Lager stets trocken und gut belüftet sein.
Saubere Verbrennung dank bestem Brennstoff
Wenn im Winter der Rauch aus dem Kamin steigt, dann wird dieses Haus sicherlich nicht mit Pellets beheizt. Pellets bestehen aus reinem Restholz. Bei der Verbrennung entstehen fast keine Emissionen, wenn die Heizung oder der Ofen richtig eingestellt sind. Im Speicherofen, Holzherd oder Cheminée wird Stückholz verbrannt, dabei entsteht oft viel mehr Rauch, weil das Holz weniger trocken ist, die Rinde mitverbrannt wird oder die Sauerstoffzufuhr nicht optimal ist.
Pellets sind für die Verbrennung optimiert. Dadurch gibt es fast keine Emissionen, nur beim Anfeuern können kleine Mengen Rauch und Feinstaub entstehen. Bei älteren Heizungen entweicht zudem fortlaufend Wasserdampf. Neuere Heizungen mit Brennwerttechnik, sogenannte kondensierende Heizkessel, kühlen die Abgase ab, so dass der Wasserdampf kondensiert. Bei diesen Heizungen entstehen noch weniger Emissionen.
Heizen mit Pellets verursacht wenig Rauch, wenig Asche und kaum Feinstaub. Das bedeutet nicht nur saubere Luft in Ihrem Zuhause, sondern auch eine geringere Belastung für die Umwelt. Ausserdem lassen sich Pelletsheizungen bequem über Apps steuern und sorgen für eine gleichmässige und angenehme Wärme im ganzen Haus.